5 Krimis aus Tirol

In Tirol lässt es sich gut leben. Und außerdem auch noch ziemlich gut sterben. Darauf deuten zumindest die vielen hochklassigen Krimis hin, die aus der Region stammen. Mit realen Verbrechensstatistiken hat der Boom natürlich nichts zu tun. Viel sicherer als in Tirol kann man seine Tage kaum verbringen. Aber vielleicht ist es ja gerade diese Ruhe, die die Autoren dazu reizt, skurrile Fälle und makabere Figuren zu entwerfen.

1. Sterben und Sterben lassen
Georg Haderer, Haymon Verlag 2014

Diesmal scheint der Schuldige klar zu sein. Der wegen Mord an einem siebenjährigen Mädchen Verurteilte kehrt nach 26 Jahren in Haft wieder an den Tatort zurück. Doch hat er es wirklich getan? Major Schäfer zweifelt daran. Erfunden hat den depressiven und dem Wein zugeneigten Kriminalpolizisten der gebürtige Kitzbüheler Georg Haderer. Nach einer Schuhmacherlehre und Teilzeitjobs als Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Redakteur zog es Haderer 2003 als Werbetexter nach Wien. 2008 verfasste er seinen ersten Kriminalroman rund um den aus Tirol stammenden Major Schäfer. „Sterben und sterben lassen“ ist der jüngste Band der Serie. 

2. Totenrausch
Bernhard Aichner, btb Verlag 2017

Aufgewachsen in Osttirol, zog es Bernhard Aichner mit 17 Jahren nach Innsbruck, wo er sich neben seinem Brotberuf als Fotograf eine Karriere als Schriftsteller aufbaute. Bekannt wurde er durch seine Krimireihe rund um den Totengräber Max Broll, für die er zu Recherchezwecken in einem Bestattungsinstitut mitarbeitete. Seinen internationalen Durchbruch feierte Aichner mit der unheimlichen Bestatterin Brünhilde Blum als „Totenfrau“. Es folgte „Totenhaus“. „Totenrausch“ ist nun der letzte Teil von Aichners Trilogie.

3. Veilchens Blut
Joe Fischler, Haymon Verlag, 2016

Nach langen Jahren taucht plötzlich wieder ihre Tochter auf. Für Kommissarin Valerie „Veilchen“ Mauser bedeutet das nicht nur Freude, sondern vor allem viel Arbeit. Denn die Tochter hat ein Problem. Sie wird verfolgt. Mausers Spitzname stammt übrigens von einem blauen Auge, verursacht durch einen kräftigen Faustschlag. Als Bereichsleiterin am Landeskriminalamt ermittelt sie an spektakulären Schauplätzen rund um Innsbruck. Dort findet auch Krimiautor Joe Fischler die Inspiration für seine „Alpenkrimis ohne Lederhosen“.

4. Tirolerwut
Lena Avanzini, Emons Verlag 2014

Sie lebt, liebt und mordet in Innsbruck. So beschreibt sich Lena Avanzini selbst. Aber natürlich mordet sie nur in ihren Büchern. Im jüngsten Band ihrer Krimitrilogie rund um dem Protagonisten Oberst Heisenberg taucht das Skelett eines seit vielen Jahren verschollenen Buben im Achensee auf. Heisenberg und Revierinspektorin Selma Tappeiner landen bei ihren Nachforschungen in äußerst rechten Gefilden, das Morden geht munter weiter.

5. Erebus
Lina Hofstädter, TAK 2016

In Krimis kommen normalerweise Menschen zu Schaden. Bei Lina Hofstädter leiden aber auch die Bücher. Ihre Protagonistin Patrizia hat erst vor Kurzem ihren Job bei einem Innsbrucker Lyrik-Kleinverlag angetreten. Doch der Verlag hat Feinde, die die Räumlichkeiten verwüsten. Durch Zufall stößt Patrizia auf eine heiße Spur. Das jüngste Werk der Autorin und Gymnasiallehrerin Lina Hofstädter ist ein Detektivroman und eine Satire auf den Literaturbetrieb, ergänzt durch Gedichte fiktiver Poeten. Ebenfalls empfehlenswert sind ihre Tirolkrimis „Bergiselschlachten“, „Ausapern“ und „Valcamona“. Die gebürtige Vorarlbergerin Hofstädter lebt in Sistrans bei Innsbruck.

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